Was in den anderen Monaten wichtig wird – zum Aufklappen.
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Silvester: Haustiere und WildtiereDezember, Januar
Für Tiere ist Feuerwerk Lärm ohne Vorwarnung. Jedes Jahr laufen in der Silvesternacht Hunde und Katzen in Panik davon; Wildtiere und Vögel flüchten kilometerweit.
- Hunde in den Tagen um Silvester nur angeleint und doppelt gesichert ausführen.
- Katzen und Hunde am Abend im Haus lassen, Fenster schließen, einen Rückzugsort anbieten.
- Chip und Registrierung bei Tasso oder Findefix prüfen – so findet ein entlaufenes Tier zurück.
- Kein Feuerwerk in der Nähe von Ställen, Weiden, Wald und Gewässern zünden.
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Kröten, Frösche und Molche auf WanderschaftFebruar, März, April
Sobald die Nächte mild und feucht werden, wandern Amphibien zu ihren Laichgewässern – oft über Straßen. Schon der Luftdruck schneller Autos tötet sie.
- Auf beschilderten Strecken abends und nachts höchstens 30 km/h fahren.
- Krötenzäune nicht übersteigen oder verschieben; die Eimer werden morgens und abends geleert.
- Helferinnen und Helfer werden jedes Frühjahr gesucht – bei den Naturschutzgruppen vor Ort nachfragen.
- Kellerschächte und Gullys im Garten mit einer Ausstiegshilfe versehen.
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Jungtiere: allein heißt nicht verlassenApril, Mai, Juni, Juli
Junge Hasen, Rehkitze und Jungvögel sitzen oft stundenlang allein – die Eltern sind in der Nähe und kommen zurück. Wer sie mitnimmt, nimmt ihnen die beste Chance.
- Nicht anfassen, nicht mitnehmen. Aus der Entfernung beobachten.
- Befiederte Jungvögel am Boden werden weiter gefüttert. Nur aus der Gefahr (Straße, Katze) ins nächste Gebüsch setzen.
- Hunde in Wald und Feld an die Leine – vielerorts ist das in der Brut- und Setzzeit Pflicht.
- Nackte, verletzte oder von Fliegen besetzte Jungtiere brauchen Hilfe: eine Wildtierstation oder uns anrufen.
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Hitze: Hunde im Auto, Durst und heißer AsphaltJuni, Juli, August
Ein Auto heizt sich in der Sonne schnell auf: Bei 30 Grad draußen sind es innen nach zehn Minuten rund 37 Grad, nach einer halben Stunde über 45. Auch draußen fehlt Wildtieren und Insekten bei Trockenheit das Wasser.
- Kein Tier im Auto lassen – auch nicht kurz, auch nicht mit geöffnetem Fenster.
- Hund in einem heißen Auto: Halterin oder Halter ausrufen lassen, sonst Polizei (110) oder Feuerwehr (112) rufen.
- Flache Wasserschalen für Vögel, Igel und Insekten aufstellen, mit einem Stein als Ausstieg, täglich frisch.
- Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden legen. Asphalt mit dem Handrücken prüfen.
- Weidetiere und Kaninchen im Außengehege brauchen Schatten und reichlich Wasser.
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Kälte, Streusalz und FrostschutzmittelDezember, Januar, Februar
Der Winter trifft Tiere draußen direkt – und manche Gefahr kommt aus der Garage: Frostschutzmittel schmeckt süß und ist schon in kleinen Mengen tödlich.
- Pfoten nach dem Spaziergang lauwarm abspülen; Streusalz reizt und wird abgeleckt.
- Verschüttetes Frostschutzmittel sofort aufwischen und Behälter verschlossen lagern.
- Vor dem Losfahren auf die Motorhaube klopfen: Katzen und Marder wärmen sich im Motorraum.
- Tiere, die draußen leben, brauchen einen trockenen, windgeschützten Unterstand und Wasser, das nicht gefroren ist.
- Hunde nicht auf zugefrorene Gewässer lassen.
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Rehkitze in MähwiesenMai, Juni
Rehkitze drücken sich bei Gefahr ins Gras, statt zu fliehen. Bei der ersten Mahd im Mai und Juni werden deshalb jedes Jahr sehr viele von ihnen getötet.
- Wer mäht: den Termin vorher der Jagdpächterin oder dem Jagdpächter und der örtlichen Kitzrettung melden.
- Wiesen am Morgen der Mahd mit Drohne und Wärmebildkamera absuchen lassen.
- Von innen nach außen mähen, damit Tiere flüchten können.
- Gefundene Kitze nur mit Handschuhen und Grasbüscheln anfassen und am Wiesenrand sichern.
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Oster- und MartinsfeuerMärz, April, November
Aufgeschichtetes Holz und Reisig ist ein beliebter Unterschlupf für Igel, Kröten, Vögel und Mäuse.
- Das Holz erst am Tag des Feuers aufschichten – oder den Haufen kurz vorher vollständig umsetzen.
- Nicht einfach anzünden: Tiere im Inneren fliehen nicht rechtzeitig.
- Bei öffentlichen Feuern die Veranstalter darauf ansprechen.
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Tiere sind kein WeihnachtsgeschenkDezember
Nach den Feiertagen werden jedes Jahr Tiere abgegeben oder ausgesetzt, die als Überraschung verschenkt wurden.
- Ein Tier nie als Überraschung verschenken. Wer eines aufnimmt, entscheidet das selbst – für viele Jahre.
- Stattdessen: ein Gutschein für den gemeinsamen Besuch beim Tierschutz oder eine Patenschaft.
- Vor der Aufnahme klären: Zeit, Kosten, Urlaub, Allergien und ob die Vermieterin oder der Vermieter zustimmt.
Allgemeine Hinweise, die tierärztlichen Rat nicht ersetzen. Wildtiere bitte nur anfassen, wenn es wirklich nötig ist.